Merger von

Adobe und Macromedia

Einleitung

Die Content-Erstellung ist komplex sowie intellektuell, personell und damit finanziell aufwändig. Dennoch sind Content-Anpassungen von Zeit zu Zeit aufgrund veränderter sachlicher Inhalte (inhaltliche Wartung) sowie aufgrund der Technologiedynamik (technische Wartung) erforderlich. Größere Herausforderungen sind mit Content- Migrationen verbunden, die bei Systemwechseln notwendig werden. In diesem Bereich Adobe Systems und Macromedia Systems hat sinnvolle Rolle in der Industrie.

Beide Unternehmen haben in ihren jeweiligen Bereichen überaus erfolgreich Software-Lösungen auf dem Weltmarkt positioniert. Technische Dokumentation ohne Adobe-Produkte wie Photoshop, FrameMaker oder InDesign ist heute kaum vorstellbar. Mit Acrobat und dem PDF-Format wird zudem das wichtigste Format für einen plattformübergreifenden Dokumentenaustausch angeboten. Macromedia, bekannt für Lösungen in der Online-Kommunikation, bestimmt den Markt mit Produkten wie Dreamwaver, Flash und RoboHelp.

Geschicte von Adobe

John Warnock war forschender Angestellter bei Xerox PARC und erfand dort die Seitenbeschreibungssprache InterPress. Da Xerox nicht gewillt war, diese zu vermarkten, wurde später Adobe gegründet und InterPress mit kleineren Änderungen unter dem Namen PostScript vermarktet. PostScript erlaubt es, mit verhältnismäßig geringem Datenaufkommen Dokumente für die Druckvorstufe exakt und reproduzierbar zu beschreiben. Die Dateien sind im Gegensatz zu Druckersprachen hardwareunabhängig, können in andere Dokumente eingebunden werden (EPS), sind jedoch als letzte Stufe der Produktionskette nur bedingt bearbeitbar.

2009 beschäftigte Adobe etwa 8.660 Angestellte und hatte einen Jahresumsatz von ungefähr 2,9 Milliarden US-Dollar. Im selben Jahr legte Adobe ein öffentliches Übernahmeangebot für den Internetanalyse-Spezialisten Omniture im Volumen von 1,8 Mrd. US-Dollar vor.

Unbekannte Täter haben einer Mitteilung von Adobe Systems am 3. Oktober 2013 zufolge den Sourcecode von Adobe Acrobat, Adobe ColdFusion, möglichen anderen Programmen und Kreditkartendaten von 2,9 Mio. Kunden gestohlen.

Geschicte von Macromedia

Macromedia wurde 1992 durch den Zusammenschluss der Unternehmen MacroMind und Authorware gegründet.

1995 übernahm Macromedia das Unternehmen Altsys, den Hersteller des Grafikprogramms FreeHand, das Altsys zeitweilig an den Hersteller Aldus lizenziert hatte.

1996 übernahm Macromedia das Unternehmen FutureWave aus San Diego, das 1995 das vektorbasierte Illustrationsprogramm SmartSketch und das Format Splash (Dateiendung „.spl“) vertrieb, um diese Grafiken im Browser darzustellen. Der Player selbst trägt den Namen FutureSplash. Auf Basis von SmartSketch wurde das Animationsprogramm FutureSplash-Animator entwickelt, der Vorläufer von Flash.

Im Mai 2002 klagte das Softwareunternehmen Adobe Systems 2,8 Millionen US-Dollar von Macromedia ein. Macromedia hatte ein Benutzeroberflächenkonzept verwendet, das Adobe Systems seit 1995, durch ein umstrittenes Softwarepatent, für sich beansprucht. Kurz darauf reichte Macromedia mehrere Klagen gegen Adobe Systems ein, die ebenfalls auf Softwarepatenten beruhten. Das Unternehmen gewann diese und der von Adobe Systems zu zahlende Schadensersatz betrug fast 5 Millionen US-Dollar. Im Juli 2002 legten die beiden Unternehmen ihren Patentstreit außergerichtlich bei. Über die Bedingungen, die zu der Einigung führten, wurde nichts bekannt.

Am 18. April 2005 beschlossen die Vorstände von Adobe Systems und Macromedia, dass Adobe Macromedia für 3,4 Milliarden US-Dollar übernehmen solle. Die Akquisition wurde am 3. Dezember 2005 abgeschlossen.

Adobe veröffentlichte die Version 8 der Produkte „Flash“ und „Dreamweaver“ noch unter der Marke Macromedia, danach wurde ein Großteil des Software-Portfolios in die dritte Ausgabe der Adobe Creative Suite integriert.

Merger

Einen Knalleffekt kamm vom Grafik- und Publishing-Spezialisten Adobe Systems: Der US-Softwarehersteller wird seinen Wettbewerber Macromedia übernehmen.

Die Adobe Systems, Marktführer für Design- Software, übernimmt den Hauptkonkurrenten Macromedia im Rahmen eines Aktientauschs für 3,4 Mrd. Dollar (2,6 Mrd Euro). Die Akrobat-Software (PDF) von Adobe ist auf fast allen Personal Computern installiert. Sie ermöglicht die Bearbeitung und den Tranfer von elektronischen Dokumenten, Fotos und Videos. Adobe offeriert auch Design-Software für grafische Nutzer.

Macromedia bietet „Flash“-Software und andere Produkte an, die für die Bearbeitung und Überspielung von Videos und Zeichentrick-Produkten sowie für Web-Konferenzen auf PCs, Handys und anderen elektronischen Produkten verwendet werden. Designer sind wichtige Nutzer von Macromedia-Software.

Adobe baut seine globale Spitzenposition durch den Macromedia-Kauf aus und rüstet sich für zunehmende Vorstöße von Microsoft. Microsoft will in seine nächste Betriebssystem-Software „Longhorn“ nach Darstellung von Branchenkennern bessere Möglichkeiten zum Dokumenten-Transfer im Internet integrieren und damit Adobe verstärkt Konkurrenz machen.

Die Macromedia-Aktionäre erhalten im Rahmen der Transaktion 0,69 Adobe-Aktien je eigenen Anteil. Damit werden die Macromedia-Aktien mit 41,86 Dollar je Stück bewertet, was ein Aufgeld von 25,1 % gegenüber Vorwochenschluss bedeutet.

Die Macromedia-Aktionäre werden nach der Transaktion mit rund 18 % an der zusammengeschlossenen Gesellschaft beteiligt sein. Die Aktionäre beider Firmen und die Aufsichtsbehörden müssen noch ihre Zustimmung geben. Adobe-Chef Bruce Chizen behält die Führung.

Adobe hat daneben ein Aktienrückkauf-Programm von einer Milliarde Dollar angekündigt. Adobe erwartet für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres Ergebnisse, die am oberen Ende der bisherigen Prognose liegen dürften. Adobe war bisher von einem Quartalsumsatz von 475 Mill. Dollar bis 495 Mill. Dollar und einen Gewinn von 51 Cent bis 55 Cent je Aktie ausgegangen.

Jetzt und Zukunft

Kommende jahren Adobes finanzielle Grafik stellt uns wie ein Marktführer behandelt sich in NASDAQ und wie sinnvolle war die Acquisition dar.

nasdaq-adobe

zwischen 2012 – 2015

Bahadır Doğru
Marmara Universität

Quellen:

https://www.adobe.com/de/media/

http://derstandard.at/2018414/Adobe-kauft-Macromedia

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/gute-umsatzzahlen-adobe-uebernimmt-software-unternehmen-macromedia/v_detail_tab_print/2495176.html

http://www.forbes.com/2005/08/30/elop-chizen-interview-cx_dl_0830ceos.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Adobe_Systems

https://www.adobe.com/aboutadobe/invrelations/adobeandmacromedia.html

http://www.doku.info/doku_article_180.html